Zitroniger Orzo-Salat mit Erbsen

23. August 2017


Meine lieben Leser.

Ich mag es sehr gerne, aus ein paar einfachen Zutaten und sozusagen aus dem "Nichts" etwas sehr leckeres zu zaubern. Und hier braucht man nur sehr wenige Zutaten. Ein paar Orzo - oder Kritharaki - Nudeln, ein paar Erbsen, etwas Feta, 1 - 2 Zitronen und ein paar Oliven. Schon ist dieser leckere Salat fertig. Mjam. Ich liebe ihn und werde ihn diesen Sommer wohl noch häufiger machen.


Und auch hier wieder super einfach die Rezeptkarte zum Download. Einfach mit Rechtsklick daraufklicken und "Grafik speichern unter..." auswählen.


Ich liebe Zitronen und finde ihr Aroma an so einem Salat einfach nur erfrischend lecker. Für mich ist dieser Salat ein Hauptgericht - ich brauche nichts anderes dabei. Aber ich kann ihn mir super als Beilage zum Grillen vorstellen.


Ich nehme hier Tiefkühlerbsen, denn ich finde die aus der Dose eher ...naja. Und die grünen Oliven gehören für mich auch auf jeden Fall dazu - sie bringen - zusammen mit dem Feta - eine sehr leckere salzige Note an den Salat.


Ich kaufe meine Oliven gerne beim Feinkosthändler lose, aber manchmal reichen auch die grünen aus dem Glas - da am Liebsten günstige (aber so leckere!) aus dem türkischen Laden.


Wie seht ihr das? Orzo-Salat mit Zitrone hört sich gut an, oder?


Alte Familienrezepte aus Schlesien + Linsenrösti

16. August 2017


Meine lieben Leser.

Letztens erzählte ich euch schon, dass meine Großmutter mütterlicherseits aus Ostpreußen stammt und ich mein ostpreußisches Erbe mit kulinarischen Exkursionen wenigstens ein bisschen hochzuhalten versuche. Die Großmutter mütterlicherseits meines Freundes Björn wiederum kommt gebürtig aus Schlesien und natürlich bin ich auch immer daran interessiert, dieses kulturelle Erbe ein wenig zu ehren. An dem Haus von Björns Oma war Rübezahl und ein Umriss von Schlesien an der Hauswand verewigt – eine schöne Erinnerung an die Heimat, aus der sie vertrieben wurde. Die Familie seiner Oma hatte dort eine Sauerkraut- und eingelegte Gurken-Fabrik und auch wenn ich nicht von ihr abstamme – ich liebe diese beiden Dinge genauso wie sie. Ich liebe es, alten Geschichten von damals zu lauschen und genauso liebe ich das ostpreußische und schlesische Essen. Es wird mit Liebe gekocht, ohne viel Chi Chi und man merkt vor allem eines: Die Menschen wussten, was sie taten. Jedes Gericht war schmackhaft, verarbeitete alles was da war und war kreativer als so manch ein Koch heute. Ich brauche keinen Klecks einer Creme zu einem winzigen Stück Schaum – ich brauche echte Küche mit echten Zutaten und einem Essen, was jedem ein Lächeln auf das Gesicht zaubert, der es isst. Man soll satt werden und sich freuen und nicht hungrig nach dem Essen zum nächsten McDoof gehen müssen.

Also habe ich auch heute wieder zwei schöne Bücher zum Thema für euch. Beide sind im Bassermann Verlag erschienen. Zuerst sehen wir uns mal gemeinsam das Buch „Alte Familienrezepte aus Schlesien“ an. Es ist vom gleichen Autor wie das Buch über die ostpreußische Küche, nämlich Harald Saul. Auch die Geschichten rund um einige Familien sind wieder drin – ich finde, das macht den Charme des Buches aus.


Die Rezepte sind teilweise ungewöhnlich – z. B. finden wir eine Holundersuppe mit Kartoffelstampf, einen Haferflocken-Beeren-Auflauf, allerlei Gerichte aus Eberesche, Fliederblütenwein, Waldhimbeerrolle aus Fliederblütenschaum, Fliederdicksaft, Schlesischer Apfelkuchen, Birnensoufflé, Quarknocken auf Holunder-Honigsoße, Ratiborer Gemüseschnitzel, Grünkernsuppe, Saure Eier in brauner Soße,…

Aber es gibt auch noch leckere andere Dinge wie: Neissgrunder Pflaumen- oder Obsttorte, Ludwigsdorfer Sandkuchen, Schlesischer Mohnstriezeln oder allerlei Dinge aus Sauerkraut wie einen Sauerkrauteintopf oder –auflauf.


Es gibt sogar Tipps, die recht hilfreich sein können. Z.B. wird verraten, wie man auf Kartoffelschalen selbst Kartoffelmehl herstellen kann oder aber auch ein Rezept für hausgemachten Kochkäse ist enthalten.

Alles in allem eine hervorragende Quelle für herzhafte und süße Rezepte aus der Schlesischen Küche. Auch viel Vegetarisches ist dabei und ich werde mit Sicherheit das eine oder andere Rezept nachkochen und backen. Die Familiengeschichten sind unglaublich interessant und ich würde jedem empfehlen, diese zuerst zu lesen. Also los geht's mit Schlesischen Linsenrösti.


Die Rezeptkarte könnt ihr mit einem einfachen Rechtsklick darauf und dann "Grafik speichern unter..." downloaden, ausdrucken und nachkochen.



Kommen wir zum zweiten Buch. Es heißt „Rezepte, Geschichten und historische Fotos aus Schlesien“ und wurde von Hanna Grandel geschrieben. Auch hier finden wir wieder typische Rezepte wie Sauerampfersuppe, allerlei verschiedenen Klöße, Kartoffelpuffer, natürlich viele Rezepte mit Fleisch als Hauptbestandteil, etc. Mein Kapitel ist da eher „Salat und Gemüse“, denn dort finden sich Rezepte für Saure Gurken-, Rote Rüben- oder Bohnensalate, Kartoffelsalate und Galuschel (Pfifferlinge). Im Kapitel „Backwerk“ finden Schleckermäuler Rezepte für Elisenlebkuchen, Liegnitzer Bomben, Striezel (Christstollen), Mohnstriezel, Einback und Schneebälle, Napfkuchen oder Kümmelstangen, Käsetaschen, Käsekuchen, Martinihörnchen und Sträselkucha (Streuselkuchen). Es gibt natürlich auch noch ein Kapitel mit Süßspeisen und Getränken und dort findet man z.B. Armer Ritter, Apfel im Schlafrock, Kaltschalen, Waldmeisterbowle und Teepunsch.

Alles in allem ein wirklich schönes Buch mit tollen alten Fotografien und zusammen ergänzen sich die Bücher super.

Kennt ihr schlesische Rezepte oder die schlesische Küche?


Spinat-Ricotta-Frittata

9. August 2017


Meine lieben Leser.

Eine Frittata ist eigentlich ein italienisches Omelette mit verschiedenen Ergänzungen. Und auch wenn hier als Bezeichnung die spanische Tortilla (nicht zu verwechseln mit der mexikanischen) besser passen würde, fände ich das ein wenig verwirrend. Lecker ist dieses Gericht auf jeden Fall – egal wie man es nennt.


 Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich liebe die Kombination Kartoffel-Feta-Spinat schon seit Jahren und dieses Gericht ist auch mein Go-to, wenn ich zu viele Kartoffeln gekocht habe und nun irgendwas mit ihnen anstellen muss. Dazu serviere ich gerne noch einen leckeren Salat – und, ich muss es ja zugeben, Ketchup (im Besten Fall natürlich selbstgemachten).



Zutaten (ca. 4 Portionen):

800 g Kartoffeln
1 Zwiebel
1 – 2 Knoblauchzehen
200 g frischen Spinat
5 Eier
200 ml Milch  
etwas frischen Thymian und Oregano
1 TL geräuchertes Paprikapulver
Salz/Pfeffer
Chili nach Bedarf
100 g Feta
4 EL Ricotta

Zubereitung:

Zuerst die Kartoffeln gar kochen.
 In ca. 1-cm-dicke Scheiben schneiden und beiseite stellen.
Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein hacken.
Den Spinat waschen und abtropfen lassen.
Die Zwiebel und den Knoblauch nun in etwas
Olivenöl anbraten und den Spinat hinzugeben.
Die Eier und die Milch vermengen und
mit den Gewürzen abschmecken.
Nun die Kartoffeln und den Feta zu dem Spinat
geben und alles gut vermengen.
Die Masse nun in eine Auflaufform geben
und mit der Eimasse übergießen.
    Zuletzt noch den Ricotta esslöffelweise darauf verteilen
und alles bei 200 °C in den Ofen schieben.
Ca. 25 – 30 Minuten backen, aus dem Ofen nehmen
 und bei Raumtemperatur nochmals
ca. 10 Minuten stocken lassen.


Wenn ihr die Frittata aus dem Ofen nehmt und ca. 10 Minuten stocken lasst, könnt ihr perfekte Stücke herausschneiden. Versucht ihr sie gleich zu schneiden, tritt zu viel Flüssigkeit aus und sie zerfällt.

Ich finde, dieses Gericht ist die beste Ausrede dafür, mal mehr Kartoffeln zu kochen als man braucht. Schließlich gibt es immer eine Frittata-Variante, die man noch nicht probiert hat. Wie seht ihr das?

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