Giant Donut Cake (nicht nur für Simpsons-Fans)

24. Mai 2017



Meine lieben Leser.

Als Teenager bin ich immer, wenn ich in einer Großstadt wie Berlin unterwegs war, auf dem Heimweg in einen Donutladen gegangen und habe für die daheimgebliebenen ein Dutzend Donuts mitgebracht. Natürlich sind diese Dinger viel zu süß und nach spätestens 2 Stück ist einem Übel. Aber dies ist eine liebgewonnene Tradition und vermutlich werde ich sie auch beibehalten. Das heutige Rezept ist dagegen nicht unendlich süß und ich vermute, die meisten eurer Kaffeegäste wollen noch ein zweites Stück. Und ganz by the way freuen sich Simpsons-Fans ganz besonders.


Zutaten:

Kuchen:

125 g weiche Butter
75 g Zucker
4 Eier
150 g Mehl
50 g Stärke
2 TL Backpulver
Schale einer Bio-Orange

Füllung:

1 Glas rote Marmelade oder Gelee

Creme:

1/2 Pk. Vanillepudding
250 ml Milch
200 g weiche Butter
100 g Zartbitterschokolade

Topping:

250 g pinken Rollfondant
1 TL reinen Alkohol (70 %)
ca. 2 EL bunte Streusel

Zubereitung:

Zuerst den Kuchen backen. Dafür die Butter
 mit dem Zucker schaumig schlagen.
 Eier nach und nach hinzugeben und weiter verschlagen.
Mehl, Stärke und Backpulver vermengen
und in die Schüssel mit der Buttermischung sieben.
 Schale einer Bio-Orange abreiben und hinzufügen.
Alles vermengen und den Teig in eine gefettete
Frankfurter-Kranz-Backform geben.
Bei 180 °C ca. 35 Minuten backen.
Während der Backzeit schonmal den Vanillepudding
kochen und beiseite stellen. Komplett auskühlen lassen.
Danach den Kuchen aufschneiden und die obere Hälfte abheben.
 Im Inneren nun auf der Unterseite eine ca. teelöffelgroße
„Rinne“ herausnehmen und diese mit
 Marmelade oder Gelee füllen.
Beide Seiten nun wieder zusammenfügen.
 Für die Creme nun die zimmerwarme Butter aufschlagen
und den erkalteten Pudding dazugeben.
Beides gut mit einer Küchenmaschine vermengen.
 Zartbitterschokolade über einem Wasserbad schmelzen
und ebenfalls zur Creme geben und verrühren.
 Den Kuchen nun mit der Creme ummanteln
 und abgedeckt kühl stellen.
Den Fondant kneten, bis er geschmeidig wird.
Diesen Schritt erst kurz vor dem Servieren machen,
denn Fondant wird im Kühlschrank weich und matschig.
Die Backform auf einem Stück Backpapier nachzeichnen
 und den Kreis ausschneiden.
Nun den Fondant mit Hilfe von etwas Puderzucker gleichmäßig
 rund ausrollen, bis der Fondant etwas größer
 ist als der Backformenkreis.
 Jetzt außen und innen am Kreis unregelmäßig mit
 einem Messer langschneiden, damit auf dem Kuchen
später der Effekt von verlaufendem Guss entsteht.
 Den Fondant dann auf den Kuchen legen
(geht am besten mit 4 Händen) und glattstreichen.
Mit einem Pinsel den Alkohol auf den Fondant streichen
und die Streusel darauf streuen
(nur so haften sie und der Fondant
bekommt einen schönen Glanz).


Dieser Kuchen ist sozusagen ein Frankfurter Kranz, ohne ein Frankfurter Kranz zu sein. Es ist der gleiche Teig für den Kuchen, die Füllung und die Buttercreme. Aber eben cooler.


Ich finde diesen Kuchen ziemlich witzig und sollte ich mal einen Geburtstagskuchen für einen Donut- oder Simpsonsfan backen müssen, würde ich auch jeden Fall diesen hier nehmen.

Wenn ihr den Kuchen aufbewahren bzw. vorbereiten wollt, könnt ihr das insoweit tun, dass ihr den Kuchen mit der Creme einstreicht - der Fondant darf erst relativ kurz vor dem Servieren auf den Kuchen, denn im Kühlschrank z.B. wird er weich und matschig. Ich mache den sowieso wieder ab beim Essen; denn ich hasse Fondant. Er ist mir viel zu süß. Aber für den Gag ist er wichtig.

Fluffig-leichte Erdbeerrolls zum Frühstück

17. Mai 2017


Meine lieben Leser.

Ich liebe Zimtrollen. Zum Frühstück. Zum Kaffeetrinken. Zu eigentlich jeder Tages- oder Jahreszeit. Aber es war an der Zeit, mal etwas Neues auszuprobieren. Denn wir befinden uns in der Erdbeersaison und das muss, ich betone: MUSS, man ausnutzen, um diese Wölkchen von Erdbeerrolls zu machen.


Den Teig kann man entweder sofort benutzen oder aber über Nacht gehen lassen. Mein Teig ist eine kleine Diva, aber wenn ihr ihn gut behandelt, werden es die fluffigsten Erdbeerrolls mit Zitronen-Zuckerguss, die ihr jemals essen werdet. Versprochen. Sie sind einfach nur richtig gut… Na toll. Nun habe ich wieder Hunger auf sie. Na mal sehen, wo ich jetzt auf die Schnelle Erdbeeren herbekomme…


Zutaten:

95 ml Milch
65 ml Wasser
40 g Butter
1 Prise Vanille
5 EL Zucker
½ Würfel Hefe
1 Ei
400 g Mehl

Füllung:

400 g Erdbeeren
2 EL Erdbeersirup
1 Prise Vanille

Außerdem:

4 EL Puderzucker
ca. 1 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Zuerst die Milch, das Wasser, die Butter,
die Vanille und den Zucker in einen kleinen Topf geben
und soweit erwärmen, dass die Butter schmilzt.
 Die Mischung dann wieder lauwarm abkühlen
lassen und die Hefe hineinbröseln.
Das Mehl und das Ei in eine Schüssel geben
und die lauwarme Milch-Hefemischung ebenfalls hinzufügen.
Alles gut (ca. 3 Minuten) mit einer Küchenmaschine
 mit Knethaken durchkneten und diesen klebrigen
und feuchten Teig dann mit einem feuchten Tuch
abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen und dann
 weiterverarbeiten oder den Teig nach der Stunde
Gehzeit in der Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken
und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Am nächsten Tag den Teig mit einem Teigschaber
auf eine bemehlte Arbeitsplatte geben und
obendrauf ebenfalls gut bemehlen.
 Ein paar Mal durchkneten und dann ca. ½ cm dick ausrollen.
Dann die Erdbeeren waschen und trocknen
                          und vom Strunk befreien. Erdbeeren, Erdbeersirup und Vanille
pürieren und auf den Teig streichen.
Nun den Teil fest aber vorsichtig einrollen und diese Rolle
 dann in ca. 4 – 5 cm dicke Scheiben schneiden.
Die Scheiben mit der Schnittfläche nach unten in eine
ca. 20x30 cm Form (nicht zu nah beieinander) setzen
und alles abgedeckt  nochmals ca. 30 Minuten
an einem warmen Ort (oder bei einer kühlen Küche
bei 35 °C im Ofen) gehen lassen.
Derweil den Ofen auf 180°C vorheizen
und die Erdbeerrolls dann ca. 30 Minuten backen.
Garprobe machen und wenn sie fertig sind,
komplett auskühlen lassen.
Dann noch den Guss zubereiten (also Puderzucker
mit Zitronensaft mischen) und über die Rolls gießen.
Lauwarm servieren.


Wer morgens Zeit sparen will, der bereitet die Rolls soweit zu, dass sie gefüllt in der Form schlummern und stellt sie dann in den Kühlschrank. Dann morgens nur noch eine halbe Stunde Temperatur annehmen lassen und dann backen. Klappt auch hervorragend.
Und, seid ihr eher der Cinnamonrolls- oder der Erdbeerrolls-Fan?


Bärlauch-Kapern aus Blütenknospen

10. Mai 2017



Meine lieben Leser.

Ja, ich weiß. Das Herstellen von Fake-Kapern aus Blütenknospen hört sich mal wieder sehr alternativ an. Ich, als verkappter Öko, konnte aber meine Finger nicht davon lassen – denn als ich letztens bei meiner Nachbarin Bärlauch pflückte, meldete sich eine kleine – aber durchaus hartnäckige – Stimme in meinem Unterbewusstsein, die sagte: „MOMENT. Du hast da was gelesen. Knospen-Einsammel-Modus einschalten“. Wer bin ich schon gegen mein Unterbewusstsein; und so sammelte ich nicht nur Blätter ein, sondern auch Knospen. Nach einiger Recherche wurde mir klar, dass das eine ziemlich einfache Sache ist eigentlich. Man nimmt die Knospen, legt sie in einem Essigsud ein und lässt sie ziehen. Ein paar Wochen. Und wenn die schöne Bärlauchzeit schon wieder vorbei ist, hat man etwas für z.B. Vorspeisenplatten oder aber auch einfach aufs Frischkäsebrot. Ne ziemlich lecker und einfache Sache – also das nächste Mal bei der Bärlauchernte ein paar Knospen sammeln – natürlich nicht alle, denn wir wollen ja nächstes Jahr wieder Bärlauch haben. Also los geht’s.


Variante 1: Essigsud (unteres Bild links)

Zutaten:

etwa 100 g geschlossene Bärlauch-Blütenknospen
ca. 150 ml Essig (z.B. Weißweinessig, Kräuteressig
 oder auch Altmeisteressig)
100 ml Wasser
50 g Zucker
1 TL Salz
1 TL Pfefferkörner
1 Lorbeerblatt pro Glas

Zubereitung:

    Die Bärlauchknospen waschen und trocknen.
Vom Stiel befreien und auf kleine sterile
und saubere Schraubgläser aufteilen;
jeweils 1 Lorbeerblatt ins Glas stecken.
Nun die restlichen Zutaten in einen
Topf geben und auskochen lassen.
Den Sud heiß über die Knospen geben
und das Glas gut verschließen.
Es sollte ein Vakuum ziehen – ansonsten
im Kühlschrank aufbewahren
und schnell verbrauchen.
Die Gläser erstmal 1 – 2 Wochen
mindestens ziehen lassen.


Variante 2: Milchsäuregärung 
(Bild oben rechts)

Zutaten:

etwa 100 g geschlossene Bärlauch-Blütenknospen
1 TL Meersalz (ohne Jod)
ca. 150 ml Wasser


Zubereitung:

Die Bärlauchknospen waschen und trocknen.
Vom Stiel befreien und auf kleine sterile
und saubere Schraubgläser aufteilen.
Nun das Salz hinzugeben und gut vermengen.
Das Glas über Nacht offen stehen lassen.
Am nächsten Morgen dann Wasser abkochen
und abkühlen lassen.
Das Glas mit dem Wasser
auffüllen und gut verschließen.
Die Knospen jetzt ca. 2 Wochen
durchziehen lassen
    – danach sollten sie leicht säuerlich schmecken.


Einen kleinen Tipp: Nehmt so kleine Gläser wie möglich – dann lieber 1 oder 2 mehr, denn ihr werdet immer nur relativ wenige auf einmal essen und lieber keinen Schimmel riskieren.

Nun, und wie isst man diese Bärlauch-Kapern nun? Nunja, es gibt einige Varianten. Z.B. schmecken sie hervorragend auf ein Butter- oder Frischkäsebrot. Auch auf Antipasti-Vorspeisentellern machen sie sich super. Probiert sie einfach mal aus.

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